Putz ist nicht gleich Putz. Je nach Anwendungsbereich gibt es unterschiedliche Anforderungen und Materialien. Erfahren Sie, wann Sie welchen Putz einsetzen sollten.
Grundlegende Unterschiede
Der Hauptunterschied zwischen Innen- und Außenputz liegt in den Anforderungen, die sie erfüllen müssen. Während Innenputz vor allem für ein gesundes Raumklima sorgen soll, muss Außenputz den Witterungseinflüssen standhalten.
Innenputz - Eigenschaften und Anwendung
Gipsputz
Gipsputz ist der Standard für Innenwände. Er ist schnell verarbeitbar, reguliert die Luftfeuchtigkeit und bietet eine glatte Oberfläche. Ideal für Wohn- und Schlafräume.
Kalkputz
Kalkputz wirkt antibakteriell und ist besonders für Allergiker geeignet. Er ist dampfdurchlässig und schafft ein angenehmes Raumklima.
Lehmputz
Lehmputz ist ein natürlicher Baustoff mit ausgezeichneten klimaregulierenden Eigenschaften. Besonders beliebt im ökologischen Bauen.
💡 Wichtiger Hinweis
Gipsputz darf niemals in Feuchträumen wie Badezimmern verwendet werden, da er nicht wasserbeständig ist!
Außenputz - Wetterschutz für die Fassade
Mineralputz
Zement- oder kalkbasierte Putze sind besonders robust und langlebig. Sie bieten guten Wetterschutz und sind relativ kostengünstig.
Silikatputz
Silikatputz ist dampfdurchlässig und selbstreinigend. Er eignet sich besonders für historische Gebäude und bietet guten Schutz vor Algen und Pilzen.
Silikonharzputz
Wasserabweisend und trotzdem dampfdurchlässig. Silikonharzputz ist pflegeleicht und in vielen Farben erhältlich.
Verarbeitungsunterschiede
Innenputz
- Kann in dünneren Schichten aufgetragen werden
- Trocknet meist schneller
- Weniger wetterabhängig in der Verarbeitung
- Glättere Oberflächen möglich
Außenputz
- Mehrschichtiger Aufbau notwendig
- Witterungsschutz während der Trocknung erforderlich
- Strukturierte Oberflächen für besseren Wetterschutz
- Längere Trockenzeiten
⚠️ Häufiger Fehler
Verwenden Sie niemals Innenputz im Außenbereich oder umgekehrt. Die unterschiedlichen Anforderungen führen zu Schäden und hohen Reparaturkosten.
Untergrund und Vorbereitung
Innenbereich
Der Untergrund sollte trocken, fest und staubfrei sein. Bei Neubauten ist oft eine Grundierung erforderlich. Unebenheiten können meist mit dem Putz ausgeglichen werden.
Außenbereich
Besonders wichtig ist hier die Prüfung der Feuchtigkeitsverhältnisse. Der Untergrund muss strukturiert sein, damit der Putz gut haftet. Oft ist ein Putzträger (Armierungsgewebe) notwendig.
Kosten und Wirtschaftlichkeit
Innenputz ist in der Regel kostengünstiger als Außenputz, da weniger Material benötigt wird und die Verarbeitung einfacher ist. Außenputz erfordert mehr Arbeitsaufwand und spezielle Materialien, hält dafür aber auch länger.
Fazit
Die Wahl des richtigen Putzes hängt vom Anwendungsbereich ab. Lassen Sie sich von Fachleuten beraten, um die optimale Lösung für Ihr Projekt zu finden. Eine professionelle Ausführung ist entscheidend für die Langlebigkeit und Qualität des Ergebnisses.
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